Trockene Haut » Pflegebedürftig und feuchtigkeitsarm!

Die einen leiden unter zu fettiger Haut und Pickeln, die anderen wiederum plagen sich mit einer trockenen Haut ab. Beides bedarf einer besonderen Pflege. Denn trockene Haut sieht schnell unschön aus, sie neigt zur Fältchen Bildung und schuppt sich oft. Sie ist besonders pflegebedürftig und geradezu hungrig nach Feuchtigkeit. Die Pflegeprodukte sollten daher immer auf die Bedürfnisse der trockenen Haut abgestimmt sein.

Dabei ist trockene Haut wahrliche keine Seltenheit, im Gegenteil: Immerhin liegt der Grund für 40% aller Besuche beim Hautarzt an einer trockenen Haut oder den Folgeerscheinungen davon. Wird trockene Haut nicht richtig gepflegt, kann sie Schaden nehmen und es kann schwerer Juckreiz hinzukommen.

Trockene Haut Ursachen

Unsere Haut gehört zu unseren wichtigsten Organen. Wenn die Haut jedoch rau ist, sich schuppt und spannt, verliert sie einen Großteil ihrer wichtigen und schützenden Fähigkeiten. Außerdem steigt zugleich die Gefahr von Sonnenschäden und Hautalterung. Aber welches ist eigentlich die Ursache für trockene Haut?

Äußere Einflüsse

Es gibt mehrere Auslöser dafür. Wird zum Beispiel ein zu aggressives Reinigungsprodukt verwendet, kann dies trockene Haut hervorrufen. UV-Strahlen wiederum forcieren die Hautalterung und trocknen aus, ungünstige Wetterbedingungen tun ihr Übriges. Auch zu häufiges Waschen ist Gift für unsere Haut – bei langen und heißen Bädern oder beim zu häufigen Duschen werden wichtige Lipide aus der Haut gelöst.

Vor allem in der kalten Jahreszeit haben viele Menschen mit trockener Haut Probleme, was unter anderem durch trockene Heizungsluft verursacht wird.

Generell wird die Haut dann trocken, wenn durch einen Mangel an hauteigenen Lipiden die natürliche Hautbarriere beschädigt wird. Somit kann mehr Feuchtigkeit in der Haut verdunsten, das wiederum führt zu einem Feuchtigkeitsverlust, der bewirkt, dass die oberen Hautschichten austrocknen. Dringt die Trockenheit bis in tiefere Hautschichten vor, wird die Haut rau und rissig.

Krankheiten und Medikamente

Nicht selten sind Krankheiten Auslöser für eine trockene Haut – so zum Beispiel Neurodermitis, Psoriasis oder Diabetes.

Auch Medikamente haben häufig als Nebenwirkung eine trockene Haut – zum Beispiel jene, die den Blutdruck senken, Antibiotika und einige weitere. Ist dieser Effekt als Nebenwirkung bekannt, sollte entweder auf ein anderes Medikament zurückgegriffen werden oder die Haut braucht dann eine ganz spezielle und intensive Pflege.

Innere Faktoren für trockene Haut

Trockene Haut ist, genauso wie auch fettige Haut, erblich. Allerdings muss ein Kind nicht zwingend den gleichen Hauttyp haben wie seine Eltern, oftmals ist das jedoch der Fall.

Hinzu kommen, genau wie auch bei der fettigen Haut, hormonelle Einflüsse. Gravierend wirkt sich die Hormonveränderung bei Frauen in den Wechseljahren aus. Gerade dann wir die Haut nämlich oftmals schuppig und trocken, da sich jetzt der Hormonspiegel gravierend verändert.

Als weiterer Faktor ist das Alter zu nennen. Je älter wir sind, desto weniger Talg- und Schweißdrüsen haben wir auf der Haut. Auch der Wassergehalt nimmt ab, genauso wie die Fähigkeit, Feuchtigkeit zu binden. Dabei entstehen dann die typischen Altersfältchen.

Berufliche Risiken

Einige Menschen arbeiten in Berufen, die die Gefahr erhöhen, eine trockene Haut zu bekommen. Dazu gehören alle Berufe, die die Haut belasten: Jene zum Beispiel, bei denen immer im Freien gearbeitet wird oder Berufe, bei denen viel Hautkontakt mit scharfen Mitteln besteht – zum Beispiel Ärzte, Friseure oder Reinigungskräfte, aber auch Mechaniker.

Trockene Haut: die Unterscheidung in Grade

Man unterscheidet zwischen leicht trockener Haut, trockener Haut und sehr trockener Haut.

  • Im ersten Fall, der leicht trockenen Haut, stellt sich ein leichtes Spannungsgefühl ein und die Haut ist an manchen Stellen etwas rau.
  • Bei einer trockenen Haut wird diese meistens sichtbar schuppig oder spröde, manchmal beginnt sie auch zu jucken.
  • Sehr trockene Haut zeigt sich dadurch, dass sie extrem rissig und rau ist, in diesem Stadium kommt fast immer auch Juckreiz hinzu. Spätestens jetzt ist es allerhöchste Zeit, etwas gegen die trockene Haut zu unternehmen.

Welche Creme ist gut gegen trockene Haut?

Trockene Haut braucht Nährstoffe und Feuchtigkeit. Es ist also nicht nur wichtig, sie einzufetten, sondern die Haut muss auch mit Nährstoffen versorgt werden. Diese geben ihr die nötige Elastizität zurück.

Es gibt viele Cremes, die bei trockener Haut Erfolge versprechen. Und man muss dazu nicht mal tief in die Tasche greifen: Laut einem Test von Stiftung Warntest gibt es auch zum kleinen Preis wirklich gute und effektive Produkte.

Grundsätzlich sollt die Regel gelten: lieber wenige gute Kosmetikprodukte wie beispielsweise ein gutes Hyaluron Serum nutzen als viele verschiedene. Auf austrocknende Seife sollte gerade bei trockenerer Haut unbedingt verzichtet werden. Sind zu viele duftende Zusatzstoffe enthalten, können diese wiederum die Haut noch mehr austrocknen. Deswegen sind natürliche Pflegeprodukte oftmals effektiver, wenn es um trockene Haut geht. Konservierungsstoffe und chemisch produzierte Öle haben in Hautpflegeprodukten nichts verloren.

Weil trockene Haut in der Regel auch empfindlich ist, ist es besonders wichtig, dass sie weder Parfüme noch Farbstoffe enthält. Das jeweilige Produkt sollte für empfindliche Haut explizit geeignet sein und darüber hinaus dermatologisch getestet.

Trockene Haut Hausmittel

Für fast alle Leiden hält Mutter Natur ein entsprechendes Mittel parat. Nicht immer ist es sinnvoll und notwendig, zur Chemiekeule zu greifen. Hausmittel gegen trockene Haut, die in fast jedem Haushalt vorhanden sind, gibt es jede Menge.

Dazu gehört zum Beispiel Kokosöl, welches seit geraumer Zeit in nahezu aller Munde ist. Es ist ein echter Allrounder und gerade für trockene Haut perfekt geeignet. Es beinhaltet reichlich Laurinsäure und ungesättigte Fettsäuren, welche die Haut mit Feuchtigkeit versorgen. Die Anwendung ist einfach: ein wenig davon zwischen den Handflächen zerreiben und schmelzen lassen, dann auf die betroffenen Hautpartien auftragen. Die Frage „ist Kokosöl gut gegen trockene Haut“ kann also durchaus mit ja beantwortet werden.

Aloe Vera ist ebenfalls eine regelrechte Wirkstoffbombe, die erstaunlicherweise nicht nur gegen fettige, sondern auch gegen trockene Haut hilft. Das Gel, welches aus dieser Pflanze austritt, hemmt Entzündungen, fördert die Durchblutung und spendet nebenbei Feuchtigkeit. Dies sind Eigenschaften, die jedem Hauttyp gut tun. Das Gel wird direkt auf die Haut aufgetragen. Im Reformhaus sind Aloe Vera Produkte erhältlich, die zu 99% aus Aloe Vera bestehen.

Karotte: Tatsächlich hilft sogar Karottensaft gegen spröde und trockene Haut. Das darin enthaltene Vitamin E unterstützt die Haut, es lässt sie geschmeidig und gepflegt wirken. Der Saft wird direkt auf die Haut aufgetragen und kann nach 15 Minuten wieder abgewaschen werden. Ansonsten könnte es passieren, dass der Karottensaft auf der Haut eine färbende Wirkung zeigt. Anstelle von Saft kann auch eine Paste aus pürierten Möhren aufgetragen werden.

Olivenöl – dieses Öl ist nicht nur zur Verwendung in der Küche geeignet, sondern kann auch für die nachhaltige Pflege trockener Haut verwendet werden. In seiner Zusammensetzung ähnelt es dem Unterhautfettgwebe. Am besten zur Hautpflege eignet sich kaltgepresstes Olivenöl in Bio-Qualität.

Last but not least wäre da noch die Avocado – sie wirkt sowohl äußerlich als auch innerlich gegen trockene Haut. Egal, ob in Smoothies, pur oder aufs Brot  oder aber als Paste direkt auf die Haut aufgetragen: Avocado liefert de raut etliche wichtige Nährstoffe, Vitamine, Fettsäuren und Antioxidantien. Sie darf also gerne regelmäßig in den Speiseplan eingebaut werden.

Weitere Tipps gegen trockene Haut

Egal, ob Bad oder Dusche – zu heiß sollte es nicht sein. Lauwarmes Wasser greift die wichtigen Schutzschichten der Haut nämlich weniger an als heißes. Außerdem ist es bei einer trockenen Haut fast zwingend notwendig, diese nach dem Duschen oder Baden mit einer hochwertigen Feuchtigkeitspflege einzucremen.

Bei Putzmitteln sollte darauf geachtet werden, dass diese einen möglichst geringen Wert an Tensiden aufweisen. Dieser greift nämlich den natürlichen Säuremantel der Haut an und trocknet sie besonders aus. Auch auf aggressive Waschmittel sollte besser verzichtet werden.

Trockene Haut Beine

Trockene Haut an den Beinen und am gesamten Körper ist keine Seltenheit, ganz im Gegenteil. Grundsätzlich kann eine trockene Haut am ganzen Körper auftreten, am häufigsten jedoch macht sie sich im Gesicht, an den Füßen, Knien und Ellenbogen bemerkbar. Trockene Haut an den Beinen und an den Schienbeinen ist lästig und sieht zudem nicht schön aus. Hier kann ein reichhaltiges Körperpflegeöl Abhilfe schaffen.

Trockene Haut Ernährung – gibt es hier einen Zusammenhang?

Was essen gegen trockene Haut? Diese Frage stellt sich vielen Betroffenen, allerdings ist noch immer nicht ganz geklärt, ob die Ernährung bei trockenerer Haut eine wichtige Rolle spielt oder nicht. Anzunehmen ist es aber schon. Denn die Haut benötigt, so wie jedes andere unserer Organe auch, wichtige Nährstoffe und Vitamine, um ihre Funktion optimal aufrechterhalten zu können.  Ein Mangel an Nährstoffen kann zum Problem beitragen.

Besonders wichtig ist es, bei trockener Haut ausreichend zu trinken und zwar am besten reines Wasser. Denn dann wird die Haut zusätzlich von innen mit wichtiger Feuchtigkeit versorgt. 1,5 Liter am Tag sollten es mindestens sein. Die meisten Menschen schaffen leider nur einen Bruchteil davon.

Generell gilt: viel Wasser, Gemüse und Obst ist wichtig für die Gesunderhaltung unserer Haut. Das ergibt eine regelrechte Pflege von innen.

Trockene Haut Vitaminmangel

Vor allem wenn ein Mangel an ungesättigten Fettsäuren und verschiedenen Vitaminen herrscht, leidet die Haut. Wer also unter trockener Haut leidet, sollte seien Blutwerte testen lassen und versuchen, herauszufinden, ob möglicherweise ein Vitaminmangel vorliegt, der die trockene Haut begünstigt.

Dass Nikotin für die Haut nicht gut ist, liegt auf der Hand – Rauchen kann Hautprobleme also durchaus verschlimmern oder hervorrufen.

 


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