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Faszienrolle

Die Vorzüge einer Faszienrolle für die Haut

Sicherlich haben auch Sie bereits von einer Faszienrolle gehört, sie vielleicht sogar ausprobiert. Doch inwiefern kann eine Faszienrolle tatsächlich helfen, wenn es um die sichtbare Straffung oder Verbesserung der Haut geht?

Wozu ist eine Faszienrolle überhaupt gut?

Eine Faszienrolle wird zur Massage oder Lockerung, bzw. Auflockerung der Faszien verwendet. FaszienrolleFaszien umfassen Ihren gesamten Weichteilkomplex- angefangen von Bindegewebe, bis hin zu Sehnen oder Bändern. Sogar Organe, Gelenkkapseln oder Zellen werden von den Faszien umhüllt. Faszien sind aber auch gewissermaßen für die Struktur Ihrer Haut zuständig: in den Faszien befinden sich Zellen, die so genannten Fibroblasten. Diese tragen besonders zur Struktur der Haut bei, da sie Strukturproteine produzieren. Mittels einer Faszienrolle können Sie nun die Faszien gezielt massieren oder auch dehnen, diese Prozedur wirkt sich mitunter auch auf die Haut aus. Nicht wenige Frauen greifen beispielsweise zur Faszienrolle, um ihrer Cellulite Herr zu werden oder die Haut zu straffen. Bei einer Faszienrolle, die es in unterschiedlichen Größen gibt, handelt es sich um ein Selbstmassagegerät– Sie können es also alleine anwenden. Die Faszienrolle besteht meist aus Hartschaum, so dass beim Massieren die Faszien in den Hautregionen erreicht werden. Wenn Sie die Faszien im Rückenbereich trainieren wollen, legen Sie sich auf die Faszienrolle, so dass Ihr Eigengewicht für eine entsprechende Massage oder Dehnung ausreicht.

Wie wirkt eine Faszienrolle auf Faszien und Haut?

Die Faszienrolle presst vor allem das Wasser aus dem Bindegewebe, welches sich nach der Behandlung unmittelbar erneut mit Wasser vollsaugt- Sie können diesen Vorgang in etwa mit einem trockenen Schwamm vergleichen, der sich mit Wasser vollsaugt und dieses speichert. Das Positive an dieser Methode ist, dass durch diesen Prozess die im Bindegewebe enthaltenen Zellen stimuliert und mit „frischen“ Nährstoffen versorgt werden.

Kann die Faszienrolle effektiv Cellulite bekämpfen?

Um diese Frage zu beantworten, müssen Sie zunächst wissen, worum es sich bei der Cellulite überhaupt handelt. Bei der Cellulite wird das Fettgewebe biologisch verändert, die altbekannten „Dellen“ an Oberschenkel oder Po entstehen. Die oberflächlichen Faszien, die sich im Unterhautgewebe befinden, speichern vor allem Fett und Wasser und vermischen sich mit der Lederhaut. Das Bindegewebe ist bei Frauen von Natur aus elastischer als beim Mann, dieser verfügt über „starres“ Bindegewebe. Die eingelagerten Fettzellen bei der Frau dehnen sich unter bestimmten Umständen, so dass diese auf die Oberhaut drücken- dadurch entstehen die ungeliebten Beulen und Dellen. Sehr oft spielen auch genetische Veranlagungen bei der Cellulite eine bedeutende Rolle, da viele Frauen von Natur aus ein sehr schwaches Bindegewebe haben. Auch die falsche Ernährung und Bewegungsmangel können diesen Faktor begünstigen: die Fettzellen breiten sich aus und benötigen mehr Raum.

Was bedeuten diese Faktoren für meine Haut?

Mit der Faszienrolle und gewissen Übungen können Sie auf jeden Fall zu einer Verbesserung der Haut im Allgemeinen beitragen: so können Sie Ihr Bindegewebe stimulieren und die Produktion von Kollagenfasern anregen- Kollagen wirkt wie eine Art „Booster“, der die Haut auffüllt. Die Fibroblasten, die bereits oben erwähnt wurden, produzieren die Kollagenfasern und festigen das lockere Bindegewebe mit der Zeit. Allerdings spielen bei einer schwachen Haut, bzw. dem Bindegewebe auch Ernährung und ausreichend Bewegung eine Rolle. Somit kann die Faszienrolle alleine nicht zu einer strafferen Haut beitragen, sondern vielmehr ein Puzzleteil in einem großen Gefüge darstellen. Somit sollte also ein guter und ausgewogener Mix aus gesunder und ballaststoffreicher Ernährung, einem entsprechend auf Sie zugeschnittenen Sportprogramm und der Faszienrolle, bzw. der Massage angestrebt werden. Eine tägliche Massage der Haut trägt nicht nur zur allmählichen Straffung, sondern ganz besonders auch zum Wohlfühlen bei, weshalb Sie auf diese Art des Selbsttrainings nicht verzichten sollten. Auch chronische Schmerzen, wie etwa im Rücken- oder Nackenbereich, können spürbar gelindert werden.