Erblich bedingter Haarausfall

Viele kräftige und gesunde Haare auf dem Kopf gehören zu einem der Schönheitsideale unserer Zeit. Leider ist dieses Glück nicht allen Menschen vergönnt. Erblich bedingter Haarausfall gehört zu den häufigsten Formen. Wir klären über den erblich bedingten Haarausfall und beantworten die häufigsten Fragen.

Was ist Haarausfall im Allgemeinen?

Der erste Fakt ist wichtig: Von Haarausfall ist der dann die Sprache, wenn bis zu 300 Haare pro Tag ausfallen – beim Kämmen oder Bürsten sogar deutlich mehr. Physiologisch ist der Verlust von bis zu 100 Haaren am Tag – bei durchschnittlich ca. 80.000 bis 150.000 Haaren pro Kopf.

Es gibt unterschiedlichste Arten und Ursachen von Haarausfall, unter anderem:

  • erblich bedingter Haarausfall
  • kreisrunder Haarausfall
  • diffuser Haarausfall
  • Haarausfall aufgrund von Grunderkrankungen und entsprechenden Therapieformen, z. B. bei Krebs
  • Erkrankungen des Immunsystems oder des Stoffwechsels
  • mechanische oder chemische Schädigung der Haare (Färben, Bleichen, …)
  • Auszupfen der Haare
  • psychischer Stress

Physiologisch, also naturgemäß, ist dagegen der altersbedingte Haarausfall. Dem Verlust der Haare kann oft gut und wirkungsvoll vorgebeugt werden, wenn die Ursache bekannt ist.

Bei Vitaminmangel können zum Beispiel Vitamin E oder C als Nahrungsergänzung zugeführt werden, Haarausfall bei beispielsweise Diabetes Mellitus oder Schilddrüsenerkrankungen kann mit der Behandlung der ursächlichen Erkrankung behandelt werden.

Hypotrichose als Reaktion auf Stress oder das bewusste Auszupfen der Haare als Zwangshandlung können in einem ganzheitlichen Ansatz aus Stressreduktion, Meditation, Bewegung, gesunder Ernährung und – wenn nötig – psychologischer Begleitung therapiert werden.

Was aber, wenn der Haarausfall erblich bedingt ist? Welche Ursachen gibt es für erblich bedingten Haarausfall, kann er verhindert werden – und wenn ja: wie?

Wie wird erblich bedingter Haarausfall behandelt?

Die gute Nachricht zuerst: Der erblich bedingte Haarausfall kann – wenn nicht ganz verhindert, so jedoch ganz erheblich reduziert und verlangsamt werden. Verschiedenste medizinisch wirksame Mittel stehen hier zur Verfügung, unter anderem hat sich die Behandlung mit Finasterid bewährt.

Unterstützt wird die Behandlung durch regelmäßige Kopfhautmassagen, viel Bewegung (am besten an der frischen Luft), gesunder Ernährung und einer ausreichenden Menge an Schlaf. Alkohol, Zigarettenrauch und andere schädliche Substanzen sollten generell vermieden werden.

Auch wenn der erblich bedingte Haarausfall seine Ursachen im Hormonhaushalt hat: Ein gesunder und bewusster Lebensstil unterstützt den Körper und seine Selbstheilungskräfte optimal.

Wie häufig ist die androgenetische Alopezie?

Die androgenetische Alopezie – also der erblich bedingte Haarausfall ist kein Einzelfall. Acht von 10 Männern (also 80 %) leiden darunter, und zwar oft schon ab dem 20. Lebensjahr. Bei Frauen sind es nicht ganz so viele, aber immerhin ca. 2 von 10 Frauen (also 20 %) sind betroffen.

Wie zeigt sich erblich bedingter Haarausfall?

Bei Männern entsteht mit der Zeit das typische Bild der Geheimratsecken, erst nur wenig ausgeprägt seitlich oberhalb der Stirn, dann fortschreitend ausdünnend. Auch die sukzessive Glatzenbildung am Hinterkopf gehört zu den typischen Symptomen. Vor allem betroffene junge Männer leiden unter dem Haarausfall, steht doch eine dichte Haarpracht sinnbildlich für Gesundheit, Vitalität und Manneskraft.

Frauen dagegen haben sehr selten mit Geheimratsecken zu kämpfen – hier ist es eher der sich nach und nach lichtende Scheitel, der nach und nach immer breiter wird und als unattraktiv empfunden wird. Oft entwickeln Frauen deshalb regelrechte Strategien, um den breiten Scheitel zu verstecken, was anfangs noch gelingen mag. Schreitet der Haarausfall fort, dünnt das Haar über den ganzen Kopf aus und die Kopfhaut wird sichtbar.

Warum tritt dieser Haarausfall ein?

Was ist nun aber ursächlich verantwortlich für den erblich bedingten Haarausfall? Hier ist ganz klar von Hormonen zu sprechen, genauer: von Testosteron und noch genauer: von DHT. DHT ist eine biologisch aktive Form des Testosterons, Testosteron ist wiederum das wichtigste männliche Sexualhormon und verantwortlich für die Ausbildung der sogenannten sekundären männlichen Geschlechtsmerkmale wie Bartwuchs, tiefe Stimme und Muskelbildung.

Wird weniger Testosteron und damit weniger DHT produziert ist die logische Konsequenz nachvollziehbar: Die Haarfollikel (Haarwurzel und umgebende Kopfhaut) und Haare werden nicht ausreichend ernährt und sind geschwächt; die Haare fallen aus.

Auch Frauen bilden Testosteron, vor allem in den Nebennieren, allerdings in viel geringerem Maß als die Männer. Bei Frauen ursächlich zu nennen ist eine verminderte Östrogenbildung. Der Merksatz „Östrogen macht schön“ bezieht sich auf eine schöne Haut, schönes Haar, gut ausgebildete Knochen und sekundäre weibliche Geschlechtsmerkmale wie die Ausbildung der Brust und der Rundung der Hüften. Auch hier gilt: Wird weniger Östrogen produziert, ist eine Folge davon der Haarausfall.

Beide Hormone – Testosteron und Östrogen – können erblich bedingt vermindert produziert werden, aber auch Krankheitsbilder in der Hypophyse, im Hypothalamus oder in den Gonaden (Sexualorganen) können für eine nicht ausreichende Hormonproduktion als Ursache in Frage kommen und müssen ärztlich abgeklärt und ausgeschlossen werden.

Tipp: Schonender Umgang mit dem Haar

Betroffene können mit ein paar einfachen Mitteln bei der Haarpflege dafür sorgen, dass die androgenetische Alopezie nicht durch übermäßige Belastung der Haare und der Haarfollikel weiter verstärkt wird.

Neben einem bewussten und gesunden Lebensstil gehören dazu nicht zu heißes, zu häufiges und zu langes Föhnen, die regelmäßige Anwendung kräftigender Haarkuren und Spülungen und eher seltene Haarwäschen.

Im äußersten Fall entscheiden sich immer mehr Männer für eine Haartransplantation, welche allerdings mit erheblichen Kosten verbunden ist.


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