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Was ist der Unterschied zwischen Pickeln und (weißen und schwarzen) Mitessern?

Hier erfährst du in fünf Punkten, wieso aus Mitessern Pickel werden können und warum manche Mitesser einen schwarzen Kopf und andere einen weißen Kopf haben. Dermatologie im Schnelldurchlauf:

1. Deine Haut:

Deine äußere Hautschicht besteht zu einem großen Teil aus Horn (Keratin). Es schützt dein größtes Organ vor äußeren Einflüssen. Um das Gewebe geschmeidig zu halten, gibt es unter der obersten Hautschicht unzählige Talgdrüsen. Aus Ihnen tritt Fett aus. Bei einer gesunden Haut gibt es eine perfekte Balance aus Wasser und Fett. Ebenfalls unter der obersten Hautschicht liegen die Haarwurzeln.

 

2. Wie entstehen Hautunreinheiten?

Gerät das Fett-Wasser-Verhältnis außer Gleichgewicht, weil du zum Beispiel zu wenig getrunken hast, dann produziert der Körper mehr Fett. So gleicht er die fehlende Wassermenge aus. Da Salz Wasser bindet, kann auch zu salzige Nahrung zu dauerhaftem Flüssigkeitsmangel (Dehydration) führen.

Kann der Talg (Fett) nicht an die Oberfläche gelangen, wird er innerhalb der Talgdrüse gestaut. Ein Pfropfen entsteht.

 

3. Warum kann der Talg nicht an die Oberfläche gelangen?

In den benachbarten Haarwurzeln (Haarfollikel) wird Horn produziert. Lose Hornzellen (Hornlamellen) verdecken die mikroskopisch kleinen Poren der Talgdrüsen.

Neben einem unzureichenden Flüssigkeitshaushalt haben Hormone und Ernährung sowie chemische Substanzen einen Einfluss auf die Produktivität der Drüsen von Horn und Talg. Auch ein Haar, welches nicht nach außen dringen kann, kann für eine Verstopfung und sogar Entzündung bis zur Entwicklung eines Pickels sorgen

 

4. Vom Pfropfen zum Mitesser

Dieser Talgpfropfen unterhalb der Hautoberfläche vergrößert sich. Unter der Haut ist ein kleines Knötchen ertastbar; oft kann im Spiegel eine leichte Erhebung gesehen werden. Bleibt der helle Talg zusammen mit den Hornzellen und Teilen eines Haares unterhalb der obersten Hautschicht, handelt es sich um einen sogenannten Whitehead. Er beschreibt buchstäblich das Aussehen dieser Form eines Mitessers (Komedon)

Die zweite Form von Mitessern sind Blackheads. Hier ist die Talgmasse nicht mehr von einer Hautschicht bedeckt. In der Masse ist neben eben genanntem Zellmaterial auch Melanin enthalten. (Melanin ist ein Farbstoff des Körpers für Haut und Haar) Dieser Stoff reagiert mit dem Sauerstoff in der Luft (Oxidation) und färbt sich dabei dunkel.

 

5. Vom Mitesser zum Pickel

Aus den kaum sichtbaren Mitessern können sich auffällige und gar schmerzhafte Eiterpickel entwickeln. Der Grund dafür sind Bakterien.

Der Unterschied zwischen einem Pickel und einem Mitesser ist, dass ein Pickel entzündet ist und ein Mitesser nicht!

Beim unprofessionellen Versuch, Mitesser zu entfernen, gelangen über Hände, Luft und benachbarte Hautpartien Bakterien und andere krankmachende Substanzen in die offene Drüse. Hier können sich die Keime ausbreiten und vermehren. Es kommt zu einer Eiterung. Eitern ist eine Abwehrreaktion des Körpers, um eben die störenden Bakterien und Keime aus der Haut zu befördern.

Pickel verschwinden ohne Zutun wieder. Mitesser hingegen bleiben, bis sie aktiv entfernt werden, z.B. mittels einer Gesichtsmaske, einem Komedonenquetscher, Heilerde oder Nasenstrips.

Geöffnete Pickel verteilen die eiterige Flüssigkeit und verunreinigen so benachbarte Hautpartien. Es können sich weitere Mitesser entzünden.

Schnellzusammenfassung:

  • Es gibt helle, geschlossene Mitesser und dunkle, offene Komedone.
  • Durch Bakterien und andere keime können sie sich entzünden und zu Pickeln entwickeln.
  • Pickel gehen von alleine weg, sind beim Öffnen ausschließlich für die eigene Haut ansteckend.
  • Mitesser bedürfen aktiver Handlung

Siehe auch

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